Nach Medienberichten hat die #NABU‑Stiftung den Erwerb von rund 1.000 Hektar #Wald bei #Stolberg im Südharz vollzogen. Der Kaufpreis wird mit 31,77 Millionen Euro angegeben und wurde überwiegend über einen nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss aus Bundesmitteln der KlimaWildnis‑Richtlinie des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz“ finanziert. Der Verkaufsprozess ist damit abgeschlossen.
Der rechnerische Hektarpreis von rund 30.000 Euro liegt deutlich über Werten, die Branchenvertreter mit höchstens 20.000 Euro pro Hektar angeben. Der daraus resultierende Aufschlag von rund fünfzig Prozent bedarf einer nachvollziehbaren Begründung, insbesondere weil öffentliche Mittel eingesetzt wurden, die potenziell als Preistreiber wirken könnten.
Zusätzlich wirft ein einzelner Zuschuss von 31,77 Millionen Euro Fragen auf, da Förderungen für andere gemeinnützige Organisationen in Sachsen‑Anhalt üblicherweise deutlich niedriger ausfallen. Auffällig ist zudem die enorme Preisentwicklung seit der Erstprivatisierung der Flächen in den 1990er‑Jahren.
Die Flächen liegen bereits im Natura‑2000‑Gebiet „Buchenwälder um Stolberg“. Der Einsatz von Millionen an Fördermitteln für den vollzogenen Erwerb ohnehin geschützter Flächen verlangt eine klare Begründung des zusätzlichen Nutzens für Bürger und Region. Diese Einschätzung wird durch die öffentliche Kritik des Landkreises Mansfeld‑Südharz gestützt. Unklar bleibt, welchen ökologischen oder wirtschaftlichen Mehrwert ein Nutzungsverzicht gegenüber einer bewirtschafteten Fläche tatsächlich hätte.
Zentrale Punkte des angekündigten Urwald‑Projekts bleiben offen. Die langfristige Sicherung von Wegen, Verkehrssicherungspflichten und Besucherlenkung erfordert klare Zuständigkeiten sowie belastbare Finanzierungsregelungen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Kauf bereits vollzogen und Fördermittel ausgereicht wurden, müssen mögliche Folgekosten transparent geklärt werden, damit diese nicht am Ende bei Kommunen oder Bürgern landen. Eine vollständige Prüfung der Auflagen und Zuständigkeiten hätte eigentlich vor der endgültigen Mittelbindung erfolgen müssen.
Daniel Roi, Sprecher für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten der #AfD-Landtagsfraktion, erklärt dazu:
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